CROSSING EUROPE Festivalgeschichte

Die inhaltliche Ausrichtung von CROSSING EUROPE Filmfestival Linz besteht seit der Festivalpremiere im Jahr 2004: junges, eigenwilliges und zeitgenössisches europäisches AutorInnenkino – wobei sich das „jung“ nicht unbedingt nur auf das Alter der FilmemacherInnen bezieht, auch neue Erzählformen oder innovative künstlerische Gestaltung spielen eine maßgebliche Rolle bei der Programmauswahl. Genauso wie aktuelle, gesellschaftspolitische Themen oder die Auseinandersetzung mit der europäischen Realität, die das Filmprogramm prägen und bereichern. 

Waren es bei der ersten Festivalausgabe im Jahr 2004 insgesamt 9.000 BesucherInnen, wurde 2009 mit knapp 18.000 BesucherInnen erneut ein Rekord (2008: 16.000) erreicht. Auch bei den Akkreditierungen gab es in den sieben Jahren des Bestehens stetige Zuwächse, sodass im Kulturhauptstadtjahr 2009 fast 600 akkreditierte internationale und nationale Festivalgäste in Linz begrüßt werden konnten. 

Zentrale Programmschienen wie das Panorama Europa und der mit 10.000 Euro dotierte Wettbewerb Europäisches Kino (erster oder zweiter Spielfilm), Tributes (Werkschauen einzelner Regisseure oder Filmschaffender u.a. Matteo Garrone, Marc Recha, Ursula Maier etc.) sowie Specials (u.a. Filme zum Schwerpunkt Arbeitswelten und aus dem Bereich Musik- und Jugendkultur) sind seit Anbeginn fixe Programmbestandteile des Festivals. Genauso wie die täglich im Festivalzentrum OK stattfindende Nightline mit musikalischen Live-Acts und die Programmsektion Local Artists, aus der eine regionale Film- oder Videoarbeit mit dem CROSSING EUROPE Award Local Artist im Gesamtwert von 6.000,- Euro ausgezeichnet wird.

Das Jahr 2006 brachte zwei Neuerungen: Einerseits die Einführung des ray-Publikumspreis (im Wert von 5.000 Euro), bei dem das Publikum über den Gewinnerfilm abstimmt, andererseits wird CROSSING EUROPE seit 2006 – neben zahlreichen Sponsoren, heimischen Förder- und Kooperationspartnern – auch vom MEDIA Programm der Europäischen Union unterstützt.

2008 stand ganz im Zeichen eines kleinen Jubiläums: Zum fünften Geburtstag präsentierte CROSSING EUROPE nicht nur ausgewählte Positionen des europäischen (Horror)Genrefilms in der vom Publikum sehr geschätzten Sektion Nachtsicht sondern profitierte nach dem Umbau des OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich von der rundum erneuerten Infrastruktur mir reichhaltigem gastronomischen Angebot und vor allem vom lang ersehnten neuen Kinosaal im Moviemento.

Im Kultur-Ausnahmejahr 2009 präsentierte sich CROSSING EUROPE um einen Tag länger und mit insgesamt 177 Filmen aus 33 Ländern, die in 180 Programmen zu sehen waren, wobei rund 130 RegisseurInnen und Filmgäste persönlich anwesend waren und dem Publikum Rede und Antwort standen.

2010 wurde CROSSING EUROPE um die Programmschiene, Reclaiming Space, (in Kooperation mit AFO-Architekturforum Oberösterreich) zum Thema „Architektur und Film“, erweitert. Außerdem erwirbt der ORF (die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in Österreich) seit diesem Jahr die österreichischen TV-Rechte eines Dokumentarfilm aus dem Festivalprogramm. Der ausgewählte Film wird mit dem CROSSING EUROPE Award European Documentary (powered by ORF) prämiert.

CROSSING EUROPE zählt seit sieben Jahren neben der Viennale (Festival für internationalen Film, Wien) und der Diagonale (Festival für Österreichischen Film, Graz) zu den drei wichtigsten Filmfestivals in Österreich und macht Linz für eine Woche im Jahr zur „… heimlichen Drehscheibe für Kino Europa“ (Süddeutsche Zeitung, 2004)