Der Wunderbare Mandarin ist vielleicht Harry Rags raffiniertester Film; eine genau konstruierte Symphonie der Bilder im Zusammenspiel mit der Readymade-Symphonie des Klangs; aus der Vermischung der beiden Ebenen entsteht die durchdringende Wirkung reinen Kinos. Zu dem Zeitpunkt, als ich den Mandarin drehen wollte, so ‘83, kamen gerade MTV in Berlin raus und Videoclips, und ich dachte, das wäre schon eine ziemlich verrückte Sache, eine Art Videoclip zu einer klassischen Musik zu machen. Das sollte der Abschluss des Arbeitens von Bildern auf Musik sein und das Größte. Das Optimum wäre das Bebildern eines klassischen Werks. Ich habe auf Super-8 gedreht, das wurde dann auf 16mm aufgeblasen und bekam dadurch einen extremen S/W-Charakter. Es gibt gar kein Grau in dem Film. Durch Handkamera und bewegtes Licht, wenig Licht, entstehen diese Zwischenräume, und ich hab dann versucht, dass da soviel vibriert, dass ich ein wenig von der Spannung dieser klassischen Musik hinkriege. (Harry Rag)
Harry Rag
Deutschland 1985
Deutschland 1985
Der Wunderbare Mandarin
Drehbuch Harry Rag
Kamera Wolfgang Becker, Stepan Benda, Rainer Bellenbaum,
Schnitt Harry Rag
Musik Béla Bartók, Der Wunderbare Mandarin
Mit Mike Hentz, Andrea Jaenicke, Campino, Frieder Butzmann, Trini Trimpop,
Uwe Jahnke, Rainer Bellenbaum
Produktion
DFFB
DFFB
Weltvertrieb
DFFB
DFFB
16mm, s/w und Farbe
DF
18 Minuten
DF
18 Minuten
Screenings
- 27.04.200515:30Moviemento Kino
- 30.04.200521:00Moviemento Studio


