In Italien hat ein einziger Mann 30 Jahre lang politische Einflussnahme auf die Medienlandschaft genommen. Als TV-Magnat und späterer Premierminister kreierte Silvio Berlusconi ein perfektes System von TV-Unterhaltung und Politik. Wie kein anderer beeinflusste er die Inhalte der Fernsehwerbung in Italien. Seine Fernsehprogramme, bekannt für die Zurschaustellung fast nackter junger Frauen, deuten viele als Spiegel seines eigenen Geschmacks. Für Videocracy kehrt Regisseur Erik Gandini zurück in sein Geburtsland, um die Konsequenzen eines Fernsehexperiments, dem Italien seit drei Jahrzehnten unterworfen ist, aufzuzeigen.
Erik Gandini, geboren 1967 in Bergamo, wuchs in Italien auf und lebt seit 1986 in Schweden. Mit Tarik Saleh führte er Co-Regie bei den Dokumentarfilmen Sacrificio: Who Betrayed Che Guevara? (2001) und Gitmo – The New Rules of War (2005), ausgezeichnet mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm beim Internationalen Filmfestival in Seattle. Filme (Auswahl): Surplus: Terrorized into Being Consumers (2003, Dok), Videocracy (2009, Dok)


