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Sretna zemlja

Sretna zemlja

Zwei Reisegruppen, -Ideologien, -Ziele: Die einen, Kommunisten, fahren zum Geburtsort Titos, die anderen, Faschisten, nach Bleiburg, dem Ort jenes Massakers gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, das die Neue Rechte zum Golgatha Kroatiens stilisiert. Gemein ist ihnen, dass sie Pilger sind auf Wallfahrten zu mythischen Stätten alter Kulte, bewehrt mit Ikonen ihrer Heiligen – so zumindest sieht das aus, wenn sie die Fotografien von Tito und Ante Pavelić vor sich her tragen. Klar sind sich die Gruppen ähnlich, aber das versteht sich irgendwo von selbst. Interessanter sind denn auch all die Details, in denen sie sich unterscheiden: ihre verschiedenen Formen von Selbstbewusstsein etwa, oder wie der Nachwuchs aussieht – die Fascho-Britney-Spears’ zumindest vergisst man so schnell nicht. Dević schaut diesem Treiben ruhig, unterscheidungsfreudig, wertfrei zu, kommentiert nichts, bleibt einfach bei der Sache: Die offen-konkret konfrontierte Wirklichkeit weiß sowieso am meisten zu erzählen. (Olaf Möller)

Goran Dević, geboren 1971 in Sisak, Kroatien. Studierte Recht, Archäologie und Filmkunst an der Akademie für Dramatische Künste in Zagreb. Dević realisierte bisher zahlreiche Dokumentar- und Kurzfilme. Crnci (The Blacks) ist sein Spielfilmdebüt.

Filme (Auswahl): Knin (2004, KF/Dok), Uvozne vrane (Imported Crows, 2004, KF/Dok), Jesam li se zajebo? (Did I fuck up?, 2004, KF/Dok), Nemam ti šta reći ljepo (I Have Nothing Nice to Say to You, 2006, KF/Dok), Ma sve će biti u redu, kratki igani (It‘ll all be all right, 2007, KF), Park u izgradnji, dokumentarni (Park Under Construction, 2008, KF/Dok), Tri (Three, 2008, KF/Dok), Sretna zemlja (Happy Land, 2009, Dok), Crnci (The Blacks, 2009)

European Panorama Documentary 2010

Goran Dević

Kroatien 2009
Digi-Beta/color
OmeU
50 Minuten

Drehbuch
Kamera
Almir Fakić, Jure Černec, Mario Oljača, Tamara Cesarec