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Crossing Europe | Kunstpreis der Energie AG

Seit 2013 wird im Rahmen des Filmfestivals CROSSING EUROPE die Außenfassade des OÖ Kulturquartiers mit künstlerischen Projektionsarbeiten bespielt und zu einem Kunstraum erweitert. Die gezeigten Projekte gehen aus dem CROSSING EUROPE | Kunstpreis der Energie AG hervor, der das Ziel hat die Auseinandersetzung mit Film/Licht im öffentlichen Raum weiterzuentwickeln und zu fördern. Der 2017 zum fünften Mal vergebene Preis ist ein Projektstipendium für eine Außenprojektion für eine/n KünstlerIn aus Oberösterreich in der Höhe von € 4.000,- das die Energie AG OÖ in Kooperation mit der Kunstuniversität Linz im Rahmen des Filmfestivals CROSSING EUROPE vergibt. Als dritter Partner stellt das OK im OÖ Kulturquartier Produktionsmittel und technische Hilfeleistung zur Verfügung. Unter dem Motto „Die beste Idee gewinnt“ wurden heuer insgesamt 16 künstlerische Projekte eingereicht.

Die diesjährigen GewinnerInnen des CROSSING EUROPE | Kunstpreises sind die beiden aus Linz stammenden MedienkünstlerInnen Christoph Frey (*1987) und Denise Mair (*1987), die derzeit ihr Masterstudium an der Kunstuniversität Linz im Bereich Zeitbasierte Medien absolvieren. Ihr Projekt „Nähe*Distanz“ hat die Jury, bestehend aus Christine Dollhofer (Festivalleiterin CROSSING EUROPE), Franz Prieler (Kunstbeauftragter der Energie AG), Genoveva Rückert (Kuratorin OK im OÖ Kulturquartier), Siegfried A. Fruhauf (Künstler/Filmemacher) und Gitti Vasicek (Leiterin Institut für Medien/Kunstuniversität Linz), aufgrund seiner stimmigen Auseinandersetzung mit dem Format der Fassadenprojektion im Rahmen des Filmfestivals CROSSING EUROPE einstimmig überzeugt. Kein Bild wird im Verlauf der Festivalwoche zweimal zu sehen sein. Die ca. 42-stündige Projektion läuft nur einmalig ab, und bietet in der Zeitausdehnung über sechs Tage einen anhaltenden Schauwert für die FestivalbesucherInnen. Das filmische Geschehen erstreckt sich als fünfteilige Projektion über die Fassade. Aus dieser formalen Lösung entwickelt sich in der Entschleunigung der Bilder ein inhaltlicher Bogen zwischen Nähe und Distanz. Im Ansatz der Übersetzung von Kommunikation in Bewegung, Licht, Text und Gebärden thematisiert diese Arbeit vielschichtig das Erleben von Kino. Ausgehend von der Filmprojektion ohne Ton und der Idee, dass Gebärdensprache durch Blick und Berührung eine eigene Kommunikationsform darstellt, übersetzt der Film auch Aspekte der eigenen Bildsprache, die das Tonerleben konsequent in Lichtbewegungen und Rhythmus weiterträgt.

// Die Umsetzung und Präsentation des Siegerprojekts findet bei der kommenden Ausgabe von CROSSING EUROPE im April 2017 täglich ab Einbruch der Dunkelheit statt, als Präsentationsort dient erneut die Fassade des Bürogebäudes am OK-Platz. //