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Festivalgeschichte: 2019

Die 16. Ausgabe des Linzer Filmfestivals Crossing Europe präsentierte politisch Erhellendes und ästhetisch Wagemutiges. Crossing Europe-Gründerin und –Intendantin Christine Dollhofer hat ihr Festival auch im 16. Jahr seines Bestehens mit dringlichen Kinobildern ausgestattet, die nicht nur – etwa mit der fulminanten Werkschau des spanischen Spielfilm-Konzeptualisten Jaime Rosales – neue Perspektiven auf den europäischen Autorenfilm eröffneten, sondern auch aktuelle politische (Schief-)Lagen zu begreifen und zu erhellen verstanden.
Stefan Grissemann / profil (AT)


Erfreulicherweise folgte das Festivalpublikum auch 2019 in großer Zahl der Einladung auf der Kinoleinwand quer durch Europa zu reisen. In sechs Tagen wurden knapp 24.000 Festivalbesucher*innen bei 184 Filmvorstellungen und 22 Rahmenprogrammen gezählt. (Die Zahlen vom 1. Mai, an dem noch Filmvorstellungen im Rahmen von „Best-of CROSSING EUROPE“ im City-Kino laufen, wurden für das Gesamtergebnis hochgerechnet.)

Im Vergleich zum Jahr 2018 bedeutet dies einen Zuwachs von etwa 1.000 Besucher*innen, was wohl zum einen auf das ansprechende und vielfältige Festivalprogramm und zum anderen auf das „Kinowetter“ der letzten Tage zurückzuführen ist – besonders gestürmt wurden die Kinos vergangenen Freitag, Samstag und Sonntag. Die Steigerung kann sowohl bei den Kinovorstellungen – präsentiert wurden 149 handverlesene Spiel- und Dokumentarfilme aus 48 Ländern – als auch beim Rahmenprogramm festgemacht werden, so wurden u.a. das Workshop-Angebot der neu installierten YAAAS! Jugendschiene und auch die YAAAS! Schulvorstellungen sehr gut angenommen. An die 140 Filmgäste aus ganz Europa sind für Filmgespräche, Talks, Masterclass und Netzwerkveranstaltungen angereist und verwandelten Linz eine Woche lang zum Mittelpunkt der europäischen Filmfestivallandkarte.

Lebendig, kreativ, weltoffen, vielsprachig, kritisch und divers präsentierte sich der diesjährige Festivaljahrgang, der das Kinopublikum lustvoll auf einen virtuellen Europa-Trip mitnahm, von der Arktis quer durch den Kontinent bis ans Schwarze Meer. Mit dabei waren zahlreiche frühere CROSSING EUROPE-Gäste und Preisträger*innen, die mit aktuellen Arbeiten nach Linz zurückkehrten – zentrale Filme der heurigen Ausgabe gestaltet von Regisseur*innen, die seit 15 Jahren dem Festival verbunden sind und dementsprechend auch geprägt haben, anzuführen sind u.a. Joanna Hogg (Tribute-Gast 2014), und der frisch gebackene Preisträger Thomas Heise (war bereits 2006 mit einem Special in Linz) und der diesjährige Tribute-Gast Jaime Rosales (dessen erster Langspielfilm THE HOURS OF THE DAY im Wettbewerb der ersten CROSSING EUROPE-Ausgabe zu sehen war).

Mit der YAAAS! Jugendschiene möchte das Festival gezielt das Kinopublikum von morgen ansprechen, was in diesem Jahr auch gelungen ist. Die verschiedenen YAAAS! Module wurden für die Altersgruppe 15 bis 19 konzipiert und umfassten praxisnahe Workshops, ein mehrtägiges Video-Projekt, Präsentationen, ein „Speed-Dating“ mit Filmprofis und mit der YAAAS! Competition eine neue Wettbewerbssektion, die von einer Gruppe Jugendlicher – YAAAS! Young Programmers – kuratiert wurde. Rund 900 Jugendliche konnten zur ersten Ausgabe der YAAAS! Jugendschiene begrüßen.

 

Fazit: CROSSING EUROPE präsentierte sich einmal mehr als cineastisches Schaufenster Europas, das die kreative Energie und die Diversität des europäischen Filmschaffens ins Zentrum rückte.

 

 

Besucher*innen: 24.000
Filme: 149
Weltpremieren: 21
Filmländer: 48
Filmgäste: 140
Preisträger*innen 2019: HIER
Jury 2019: HIER
Filmarchiv 2019: HIER
Tribute 2019: HIER
Spotlight 2019: HIER



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