Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Tribute 2016: Helena Třeštíková

BIOGRAFIE

Die 1949 geborene, international gefeierte Dokumentarfilmregisseurin Helena Třeštíková studierte an der Prager Filmhochschule FAMU. Ihr OEuvre umfasst rund 50 dokumentarische Arbeiten unterschiedlicher Längen und Formate – sie handeln von zwischenmenschlichen Beziehungen, zeichnen Biografien nach und kreisen um soziale und gesellschaftspolitische Themen – immer vor dem Hintergrund der tschechischen Gesellschaft im Wandel. In ihren späteren Arbeiten wendete Třeštíková sich gezielt den filmischen Langzeitbeobachtungen von Lebensgeschichten und -schicksalen zu. Das Familienporträt Soukromý vesmír deckt etwa eine Zeitspanne von nicht weniger als 37 (!) Jahren ab. Für das Tschechische Fernsehen, für das sie lange arbeitete, drehte sie 1987 die erste und im Zeitraum bis 2006 die zweite Staffel der erfolgreichen Doku-Serie Manželské etudy. Als Mitbegründerin rief Třeštíková 1991 die Film and Sociology Foundation ins Leben. Es folgten weitere filmische Langzeitstudien. 2007 fungierte Třeštíková kurzzeitig als Ministerin für Kultur- und Kunstangelegenheiten in der tschechischen Regierung. International bekannt wurde sie schließlich mit der mehrfach prämierten und gefeierten Portrait-Trilogie Marcela, René und Katka. Seit 2002 lehrt Helena Třeštíková Dokumentarfilm an der FAMU. Mall ory und Lída Baarová – Zkáza krásou sind ihre jüngsten Produktionen. Sie feiern ihre Österreichpremiere in Linz.


FILME BEI CROSSING EUROPE Filmfestival Linz 2016

Lída Baarová – Zkáza krásou (Lída Baarová – Doomed Beauty, 2016, doc), Mallory (2015, doc), Vojta Lavička – Nahoru a dolů (Vojta Lavicka – Ups and Downs, 2013, doc; CE ’14), Jakub Špalek – Život s Kašp arem (Jakub Špalek – Life with Jester, 2013, doc), Soukromý vesmír (Private Universe, 2012, doc; CE ’13), Katka (2010, doc), René (2008, doc; CE ’09), Marcela (2006, doc), Řekni mi něco o sobě – Láďa (Tell Me Something About Yourself – Láďa, 1994, doc), Řekni mi něco o sobě – Pavl ína (Tell Me Something About Yourself – Pavlína, 1992, doc), Manželské etudy – Ivana a Václav (Marriage Stories – Ivana and Václav, 1987 / 2006, doc), Manželské etudy – Zuzana a Stanislav (Marriage Stories – Zuzana and Stanislav, 1987 / 2005, doc), Manželské etudy – Mirka a Antonín (Marriage Stories – Mirka and Antonín, 1987 / 2005, doc), Manželské etudy – Ivana a Pavel (Marriage Stories – Ivana and Pavel, 1987 / 2005, doc)#

// Alle Filme dieser Sektion 2016 hier.


ESSAY

VERWOBENE ZEITLICHKEITEN
(Nicole Kandioler, Film- und Medienwissenschafterin DE / AT)

Der Mann hinter dem Gitter ist Ende 30, er hat schulterlanges Haar und trägt eine schwarze Lederjacke. Zu diesem Zeitpunkt begleitet ihn Helena Třeštíková mit ihrem Kamerateam seit knapp 20 Jahren. Über 16 Jahre davon hat René in einer Haftanstalt verbracht. Er hat die Samtene Revolution und die Generalamnestie Václav Havels erlebt. Er ist in Třeštíkovás private Wohnung eingebrochen und hat mit ihrer Unterstützung im Gefängnis ein Buch geschrieben. „War ich für dich eigentlich jemals mehr als ein Untersuchungsobjekt?“, fragt René die Filmemacherin. Nach einer Weile ertönt ihre Stimme aus dem Off, sie zögert: „Niemand ist nur ein Untersuchungsobjekt.“

Dieser Dialog steht exemplarisch für die Beschaffenheit der langjährigen Beziehungen, die die tschechische Dokumentaristin mit den Protagonistinnen und den Protagonisten ihrer Langzeitdokumentarfilme eingeht. Die abwesende Anwesenheit der Filmemacherin, ihre helle, alterslose Stimme aus dem Off, erzeugt eine Spannung, die darauf beruht, dass Třeštíková nicht a priori die Kontrolle über alle Fragen hat und auch nicht haben will. In der beschriebenen Szene wird die Fragerichtung umgekehrt. Das „Untersuchungsobjekt“ fragt zurück, und somit befragt der Film gleichermaßen sich selbst. Ihre durch das Cinéma vérité inspirierten Filme sondieren die Grenzen des Dokumentarischen, indem sie Fragen nach der Empathie und allgemein nach der Ethik des Dokumentarfilms stellen.

Für ihren Film René erhielt Helena Třeštíková 2008 den Jahrespreis der Europäischen Filmakademie in Kopenhagen und schaffte damit den internationalen Durchbruch. Einem tschechischen und slowakischen Publikum ist sie bereits seit der TV-Produktion Manželské etudy bekannt, in der sie sechs zufällig ausgewählte, frisch vermählte Ehepaare begleitete, die sie sechs Jahre lang filmte. In diesem ersten Zyklus entstanden sechs ca. 30-minütige Filme, in denen die jungen Paare am Beginn ihres Erwachsenenlebens stehen. Obwohl die Lebensumstände der Paare oftmals nicht einfach sind, scheinen sie sich einig in ihrem Urvertrauen in die Zukunft. Nach dem Systembruch filmte Třeštíková die Paare erneut und begleitete sie bis in die 2000er-Jahre.

Manželské etudy – po 20 letech ist nicht nur ein ergreifendes Porträt sechs verschiedener Ehepaare und der Höhen und Tiefen ihrer individuellen Lebensläufe, sondern nachgerade eine Sozialstudie, die auf eindrückliche Weise den gesellschaftlichen Übergang vom Kommunismus zum Kapitalismus aufzeichnet. Im Augenblick arbeiten Helena Třeštíková und ihre Tochter Hana Třeštíková an einer Fortsetzung der Manželské etudy mit der Intention, das Eheleben der Generation der 2000er-Jahre in den Blick zu nehmen. Auch dies ist eine Partikularität ihrer Arbeit: Nicht nur zeichnet ihr Mann, der Architekt Michael Třeštík, für viele dramaturgische Entscheidungen mitverantwortlich, auch ihr Sohn, der Fotograf Tomáš Třeštík, und ihre Tochter, die Produzentin Hana Třeštíková, gehören zum Team.

Seit über 40 Jahren sammelt Helena Třeštíková nun in filmischen Bildern verdichtete Zeit. Die „Zeit sammelnde“ Methode, wie die Langzeitbeobachtung auf Tschechisch heißt, „časosběrná metoda“, zielt auf einen Überschuss an Drehmaterial, das später durch die Montage radikal reduziert wird. Die Methode erfordert Geduld. Das Vergehen der Zeit, das Třeštíková in ihren Filmen festhalten will, bedeutet auch, dass ihre eigene Zeit vergeht. Als eine „Wette auf die Unsicherheit“ beschreibt Třeštíková ihre Arbeit und begründet so, warum die Methode unter jungen tschechischen Filmemacherinnen und Filmemachern kaum verbreitet und nicht sehr beliebt ist.

Die formale Vielfalt des filmischen Werkes von Helena Třeštíková, das aus TV-Produktionen und Kinofilmen, Kurzfilmen wie Langfilmen besteht, erklärt sich aus der Beschaffenheit des Drehmaterials. So entstand die Kino-Trilogie über außergewöhnliche gewöhnliche Menschen, Marcela, René und Katka, im Kontext mehrerer für das Fernsehen produzierter Zyklen. Marcela war eine Protagonistin der Paare aus Manželské etudy, René gehörte zu einer Gruppe von jugendlichen Delinquenten, die Třeštíková in Řekni mi něco o sobě (1992) interviewt hat. Der jungen drogenabhängigen Katka begegnete sie für den TV-Zyklus Ženy na přelomu století (2000), für den sie zunächst eigentlich Katkas Therapeutin porträtieren wollte. In der hier beschriebenen Arbeitsweise zeigt sich ein quasi soziologisches Interesse am Gegenstand, das in gesellschaftspolitischen Fragestellungen gefasst wird, wie zum Beispiel „Frauen und Drogen“ oder „Männer im Wandel der Zeit“.

Mit dem Ziel, einen neuen Blick auf die tschechische Gesellschaft nach 1989 zu werfen, gründete Třeštíková gemeinsam mit Filmemacherinnen und Filmemachern sowie Soziologinnen und Soziologen die Stiftung „Film und Soziologie“. In der Trilogie und in den neueren Filmen verschiebt sich der Fokus ihrer Arbeit jedoch stärker auf die/den Einzelne/-n. Die einzigartige Begegnung mit einem Menschen, mit seinen Vorstellungen und Wünschen, die Unvorhersehbarkeit der vergehenden Zeit und das „Leitmotiv“ seines Lebens stehen im Zentrum des Langzeitprojektes.

Von „Film und Soziologie“ also zu „Mensch und Zeit“, so der Name des Vereins, den Helena Třeštíková 1994 mit ihrem Ehemann gegründet hat und dessen Programm lautet, „den Menschen und die Veränderungen, die das Vergehen der Zeit mit sich bringt“ zu reflektieren.

In Vojta Lavička – Nahoru a dolů begleitet sie den gleichnamigen tschechischen Roma-Musiker und Aktivisten, dessen Leben dem Kampf gegen die latente Roma- Feindlichkeit der tschechischen Gesellschaft gewidmet ist.

Jakub Špalek – Život s Kašparem dokumentiert das Leben des Theaterdirektors und Schauspielers, der als eine der federführenden studentischen Stimmen der Samtenen Revolution in die Geschichte einging.

Mallory zeigt das eindrucksvolle Schicksal einer Frau, die nicht nur einen Weg aus der Drogenabhängigkeit findet, sondern ihrem Leben unter den unwahrscheinlichsten Voraussetzungen eine positive Wende gibt und mit über 50 Jahren noch eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin beginnt.

Die Heldinnen und Helden der Filme Helena Třeštíkovás sind einerseits Unbekannte, die auf den ersten Blick nicht notwendigerweise interessant erscheinen. Andererseits sind es bekannte Zeitgenossinnen und -genossen des öffentlichen Lebens, die in der einen oder anderen Form tschechische Geschichte geschrieben haben. Gemein ist ihnen allen, dass sie der Filmemacherin einen Einblick in ihr privates Leben gewähren und dass sie bereit sind, über sich selbst, ihre Rolle in der Gesellschaft und ihr Schicksal nachzudenken: vom Häftling René Plášil zum Schriftsteller und PräsidentenVáclav Havel, von der drogenabhängigen Mallory Neradová zum umstrittenen UFA-Star Lída Baarová.

In ihrem jüngsten Film Lída Baarová – Zkáza krásou verwebt Helena Třeštíková für ihren Fernsehfilm Sladké hořkosti Lídy Baarové (1995) realisierte Aufnahmen mit Filmmaterial aus dem tschechischen Filmarchiv NFA, aus dem National Film Archive Washington und aus Privatsammlungen mit den autobiografischen Erinnerungen Baarovás. Das erstaunliche Ergebnis dieser Montage sieht so aus: Aus dem Off hören wir die zerbrechliche Stimme einer alten Frau. Wir sehen Lída Baarová bepackt mit Kartons durch das  großstädtisch-sommerliche, schwarz-weiße Prag laufen: Sie ist eine junge Frau – als Schauspielerin noch nicht ganz am Zenit ihrer Karriere angekommen. Ihr helles, modern geschnittenes Kleid kontrastiert mit den dunklen Haaren und Augen. Autos, Straßenbahnen, Fahrräder und Kutschen rauschen durch das Bild, Männer und Frauen laufen eilig über die Kreuzung. Am Straßenrand stellt Baarová ihre Kartons einen Augenblick ab und setzt sich auf eine Bank, von der aus sie zwei Schwäne im Wasser beobachtet. Sie nimmt ein Blatt Papier aus der Tasche und scheint zu notieren, was die alte Frau ihr aus dem Off diktiert. „Wenn man älter wird, zieht man gerne Bilanz. Wie war mein Leben? Hatte es einen Sinn? Würde ich etwas anders machen, wenn ich noch einmal leben könnte? Solche Gedanken sind wahrscheinlich niemandem fremd. Für mich sind sie der Beweis dafür, dass wir Menschen doch etwas mehr sind als lebende Maschinchen und dass von einem unbekannten Ort eine Stimme zu uns spricht, die die Stimme unseres Gewissens ist. Und wenn ich über dieses Prinzip nachdenke, höre ich diese Stimme nicht als die eines Richters, sondern als die eines wohlwollenden und verständnisvollen Freundes. Einige werden sagen: Natürlich! Nach allem, was sie erlebt hat, braucht sie eher einen Freund als einen Richter. Vielleicht.“In der feinfühlig arrangierten Einstellung montieren Helena Třeštíková und ihr Co-Regisseur Jakub Hejna eine Szene aus dem legendären Film Švadlenka (1936) von Martin Frič und eine von Alena Šislerová gelesene Passage aus der Autobiografie Baarovás. In einer reflexiven Geste wird das, was wir hören (die selbstkritische Bemerkung Baarovás über ihr Leben), von dem kommentiert, was wir sehen (eine Szene aus einem Film über eine junge ehrgeizige Näherin, die eine große Modeschöpferin werden will). Und was wir sehen, scheint plötzlich herausgelöst aus dem narrativen Kontext, für immer archiviert in einer radikalen Gegenwärtigkeit. In diesem Moment zeigt sich das Wunder des Films, der wie kein anderes Medium in der Lage scheint, die antagonistischen Momente eines Lebens, sein Potenzial und seine Widersprüchlichkeiten in einer Einstellung zu zeigen: einen vielversprechenden jungen Star zu Beginn des Zweiten Weltkriegs vor der Kulisse eines demokratischen, wirtschaftlich aufsteigenden Prags und eine geläuterte alte Frau, die der Vergessenheit anheimgefallen ist. Zkáza krásou hebt sich insofern von Třeštíkovás anderen Filmen ab, als das Archivmaterial den zeitlichen Rahmen der Langzeitbeobachtung konstituiert und nicht wie sonst die über lange Jahre geführten Gespräche. Dennoch bietet es sich an, in der unvoreingenommenen Art und Weise, wie Třeštíková das Archivmaterial befragt, aus seinem Kontext löst und neu belebt, eine Analogie zur Methode der Befragung der Menschen in ihren Langzeitdokumentationen zu sehen. Der Zugriff auf das Archivmaterial scheint einzulösen, was Svetlana Boym in „The Future of Nostalgia“ mit der russischen Redewendung andeutet: „Die Vergangenheit ist noch unvorhersehbarer geworden als die Zukunft.“

Die Vergangenheit als unabgeschlossen und das Leben einzelner Menschen mit der größtmöglichen Offenheit zu begreifen, seien sie nun Unbekannte oder historische Persönlichkeiten, ist das Versprechen, das in der dokumentarischen Geste Helena Třeštíkovás liegt. Aus einem Film über die Geburt des ersten Kindes ihrer Freundin Jana (Zázr ak, 1975) entwickelte Třeštíková ihre bisher längste Langzeitstudie. 37 Jahre aus dem Leben der Familie Kettner und vor allem des erstgeborenen Sohnes, Honza, werden in Soukromý vesmír dokumentiert. Auch hier arbeitet Třeštíková einerseits mit Archivmaterial aus dem Fernsehen, andererseits mit einem anderen Medium der Langzeitdokumentation, dem Tagebuch.

In der Gegenüberstellung der filmischen Aufnahmen und der literarischen Dokumentation des Familienlebens (durch den Vater Petr) zeigt sich das Spezifikum der „Zeit sammelnden“ Methode: Es ist das „Hier und Jetzt“, das Třeštíková interessiert, das „Leben wie es ist“, das schon Dziga Vertov mit der Kamera festhalten wollte. In regelmäßigen diachronen Schleifen kehrt sie zu einem je aktuellen „Hier und Jetzt“ zurück, das jedoch immer nur retrospektiv gefasst werden kann. Wie das Tagebuch offenbart auch der Langzeitdokumentarfilm eine Reflexion über etwas, was bereits geschehen ist. Wie das Tagebuch weist auch der Langzeitdokumentarfilm Löcher auf. In diesen Löchern vergeht die Zeit.

Die verschiedenen Zeitlichkeiten im Blick zu behalten, den Kontakt zu den Protagonistinnen und Protagonisten kontinuierlich und verbindlich zu gestalten, ist eine der größten Herausforderungen des Langzeitprojektes. In einem Gespräch mit dem tschechischen Schauspieler Jan Krause über ihre Arbeit verwies Třeštíková kürzlich lakonisch auf die sozialistische Heldin ihrer Kindheit, eine Weberin, die an 26 Webstühlen gleichzeitig tätig war. Ihre Arbeit versteht Třeštíková in Analogie zu dieser Anekdote als ein Verweben verschiedener Zeitlichkeiten an verschiedenen Standorten. Dabei steht weniger das Experimentieren mit der Form im Vordergrund als das Material des Lebens selbst, das insofern einen experimentellen Aspekt in die filmische Arbeit importiert, als es gänzlich unvorhersehbar ist.

Im Epilog von Soukromý vesmír sehen wir noch einmal Jana, die Mutter der Kettner-Familie. Die beiden Töchter sind unter der Haube, und der rebellische Sohn scheint langsam erwachsen zu werden. Energisch ruft sie in die Kamera: „Und morgen können wir sterben, Helena. Wir haben alles erledigt.“ Sie fährt sich durch die Haare, schaut in die Kamera und lacht: „Warum schüttelst du den Kopf? Warum lächelst du so fein?“ Aus dem Off: „Na ja, dass wir morgen sterben können. Daran habe ich noch gar nicht gedacht.“ Jana: „Daran denke ich dauernd.“ Schnitt.Auf der Leinwand erscheint ein Foto von der Filmemacherin und Jana Kettner, sie halten eine Fotografie in die Kamera, auf der sie beide als kleine Mädchen abgebildet sind. Fade to black. Ende. Wie in der am Anfang beschriebenen Szene in René wird auch hier die Fragerichtung noch einmal umgekehrt, und die Filmemacherin erscheint durch die Beschreibung ihres Lächelns und Kopfschüttelns in der Vorstellungswelt des Publikums. Der Film kommentiert hier auf vielschichtige Weise die Freundschaft zwischen den beiden Frauen und das Verhältnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In Janas Referenz auf den Tod liegt aber auch die Frage nach dem Ende des Langzeitdokumentarfilms. Auf diese Frage gibt es keine Antwort. Selbst wenn das Leben der/des Einzelnen endlich ist, das Ende der Langzeitdokumentation ist per definitionem vorläufig.