Architektur und Gesellschaft: Verdrängung & Verdrängtes

 
12.03.2026 // Die Programmschiene Architektur und Gesellschaft, heuer zum 17. Mal in Kooperation mit dem afo architekturforum oberösterreich präsentiert, dreht sich 2026 um das Thema Wandel. Fünf dokumentarische Arbeiten – kuratiert von Mia Hemmerling und Gerald Wöss – beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Verdrängung und werfen einen Blick auf politische und ökonomische Interessen, soziale Kämpfe und demografischen Umbruch.
 
So begleitet MIASTO, KTÓRE WYJECHAŁO (PL 2025, R/D: Natalia Pietsch & Grzegorz Piekarski) die Bewohner*innen der Altstadt im türkischen Hasankeyf beim Versuch, ihren Alltag so lange wie möglich zu leben, bevor sie aufgrund eines Staudammprojekts von den Behörden vertrieben werden. Auch DE ZINKENDE RAFELRAND (NL 2025, R/D: Mirte Jepma) erzählt von Menschen und Initiativen, die einem Stadtentwicklungsprojekt weichen müssen. Im Kurzfilm THE GREAT TOGETHER (FR/IT/BA 2025, R/D: Rocio Calzado & Jasper Meurer) werden vier Großwohnprojekte und ihre individuellen, aber dennoch globalen Herausforderungen porträtiert. WEISSER RAUCH ÜBER SCHWARZE PUMPE (DE 2025, R/D: Martin Gressmann, Peter Badel, Dieter Chill & Stefan Oliveira-Pita) fängt den jahrzehntelangen Strukturwandel in der brandenburgischen Lausitz und die Situation der Betroffenen vor Ort ein. Den Wechsel von Verdrängung und Aneignung hin zu neuerlicher Verdrängung zeigt schließlich SANATÓRIUM NÁDEJ (SK 2025, R/D: Andrea Kalinová) in berührenden Porträts der letzten Bewohner*innen einer ehemaligen Heilanstalt in Georgien.