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Abschlussfilm 2018 – TRANSIT

Den finalen Höhepunkt der kommenden Festivalausgabe bildet ein Wettbewerbsbeitrag der diesjährigen Berlinale: TRANSIT von Christian Petzold, ein Vertreter der 1. Generation der Berliner Schule, der sich mit seinem neuen Spielfilm den derzeit brennendsten Fragen Europas widmet: Vertreibung, Flucht und Migration. Der Film beruht auf dem im Exil verfassten gleichnamigen Roman von Anna Seghers, der zwischen 1941 und 1942 in Marseille entstand und 1944 in englischer und spanischer Sprache veröffentlicht wurde. In den 1970er und 1980er wurde TRANSIT im Besonderen als Meisterwerk der deutschen Exilliteratur rezipiert.

TRANSIT (DE, FR 2018) – Österreichpremiere
Regie: Christian Petzold
Programmsektion: European Panorama Fiction; Länge: 102 min. | Spielfilm
Verleih in Österreich: Stadtkino Filmverleih; Kinostart in Österreich: 4. Mai 2018

Einem jungen Mann gelingt gerade noch die Flucht nach Marseille, bevor die deutschen Truppen in Paris einmarschieren. In der Hafenstadt nimmt er eine falsche Identität an, um doch noch die lebensrettenden Dokumente zu ergattern, die ihm die Ausreise aus Europa ermöglichen würden. Petzold verortet die zeitlose Geschichte im heutigen Marseille. Dort bewegen sich die Figuren aus der Vergangenheit und treffen auf die Geflüchteten der Jetztzeit. So verschmilzt die Geschichte mit der Gegenwart und „alle Erzählungen verbinden sich zu einem ewigen Transitraum.“ (Berlinale 2018).
In einer der Hauptrollen brilliert Franz Rogowski, dem CROSSING EUROPE-Publikum noch gut in Erinnerung als schüchterner Masseur in Jakob Lass‘ Liebesfilm LOVE STEAKS (CE 2014) sowie aus dem Spielfilm UNS GEHT ES GUT (CE 2015) und nun für die Berlinale-Shooting Stars 2018 nominiert war.

Dem Film wird bei der Vorführung ein Prolog vorangestellt, gestaltet von der Schauspielerin und Theaterregisseurin Verena Koch.