Medieninformation #7/25
Festivalbilanz 2025
SPERRFRIST: 5.5./ 10:00 UHR
FESTIVALBILANZ
Positive Bilanz: Das 22. Crossing Europe ließ den europäischen Gedanken hochleben
Das 22. Crossing Europe Filmfestival (29.4. – 4.5.) ging nach sechs dynamischen Festivaltagen am 4. Mai erfolgreich zu Ende. 142 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 42 Ländern sowie rund 100 Filmgäste aus dem In- und Ausland machten Linz zu einem europäischen Kino-Hotspot. Die beinahe hochsommerlichen Temperaturen trugen ihren Teil zur großartigen Festivalstimmung bei, die an allen Festivalorten zu spüren war, hielten jedoch das Publikum glücklicherweise nicht davon ab, in die Festivalkinos Moviemento, City-Kino und Central zu strömen. Neben den Filmvorstellungen wurde auch das Rahmenprogramm sehr positiv angenommen, die Festivaldramaturgie vom Eröffnungsabend über den neu konzipierten Industry Afternoon bis zur stimmungsvollen Preisverleihung ging voll auf. Die drei Nightline-Nächte, heuer u.a. gehostet von Stream Festival und linzpride, waren ebenfalls sehr gut besucht und eindrucksvolle Belege für die partnerschaftliche Vernetzung in der Linzer Kulturszene.
Erfreulich war einmal mehr das Engagement des Linzer Kino-Publikums, das von zahlreichen Filmgästen positiv hervorgehoben wurde. Besucher*innen aus allen Altersgruppen beteiligten sich aktiv an Filmgesprächen und ließen das Gefühl eines solidarischen, aufgeschlossenen Europas hochleben. Mit einer Vorstellung für Kinder wurde in diesem Jahr zudem bewusst ein Angebot für den Kinonachwuchs geschaffen – neben der bereits äußerst gut etablierten YAAAS! Jugendschiene.
Das Bewusstsein für aktuelle politische und gesellschaftliche Herausforderungen in Europa zählt seit jeher zu den Grundfesten von Crossing Europe und drückte sich insbesondere in den Wortspenden auf der Festivaleröffnung aus. Das Zelebrieren des jungen europäischen Kinos war nicht Anlass, die Augen vor der derzeitigen Weltlage zu verschließen, sondern dafür, genau hinzusehen, in Dialog zu treten und den Blick für neue Perspektiven zu schärfen – ganz nach dem Festivalmotto 2025 „Don’t give up on Europe“.
14.500 Festivalbesucher*innen: Höhere Auslastung als 2024
Crossing Europe verzeichnete 2025 rund 14.500 Besucher*innen und konnte damit das Niveau des Vorjahres halten, trotz einer etwas geringeren Anzahl an Kinovorstellungen (146 statt 160 im Vergleich zum Vorjahr). Die Nightline fand nur an drei Abenden statt. Dies bedeutet insgesamt eine Steigerung der Auslastung im Vergleich zum Vorjahr.
Das Publikum und rund 550 akkreditierte Fachgäste nutzten die Möglichkeit zum niederschwelligen Austausch mit rund 100 Filmgästen aus ganz Europa. Im Sinne eines ausgewogenen Gender-Programmings teilte sich die Regie der Filme folgendermaßen auf: rund 47 % weiblich, rund 36 % männlich, rund 1 % divers, rund 14 % weiblich/männlich/divers gemischte Co-Regie (2% machten keine Angabe).
Neben den vier Wettbewerbssektionen (Competition Fiction, Competition Documentary, YAAAS! Competition und Competition Local Artists) waren auch die etablierten Schienen Arbeitswelten („Wegweiser“) Architektur und Gesellschaft („Und was machst du so?“), European Panorama Fiction & Documentary (Highlights der aktuellen Festivalsaison) und Nachtsicht (dem Fantastischen Film verpflichtet) Teil der Programmstruktur. In der Competition Local Artists, die Filmschaffen mit Oberösterreich-Bezug in den Fokus rückt, war heuer dem bildenden Künstler, Umweltaktivisten und Filmemacher Edgar Honetschläger ein Special gewidmet.
Blick in Richtung 2026
Die Medienberichterstattung sowie das Feedback von Gästen, Partnern und Fördergebern über Crossing Europe 2025 fiel durchwegs positiv aus, was als Bestätigung der Arbeit des Crossing Europe-Teams gewertet werden darf und angesichts der aktuellen Herausforderungen in der Festivalorganisation keine Selbstverständlichkeit darstellt.
2025 war erneut kein einfaches Jahr für den gesamten Kulturbereich, gerade in Bezug auf die Finanzierung. Grundsätzlich besteht ein sehr gutes Einvernehmen mit den langjährigen Fördergebern (Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, Land Oberösterreich, Stadt Linz, CREATIVE EUROPE) und Partnern FAMA, VdFS und AK OÖ/Kultur u.a.), was zum Teil auch an (moderaten) Erhöhungen der Fördersummen abzulesen war. Zudem konnten wir auf langjährige Kollaborationen mit diversen Veranstaltungs- und Sponsoringpartnern (wie z.B. OÖ Landes-Kultur GmbH, Moviemento/City-Kino, Central, Trumer Privatbrauerei und Linz AG) zählen, genauso wie die Weiterführung der Partnerschaft mit der ÖBB.
Mit der FH Oberösterreich konnte ein neuer Sponsor gewonnen werden, was in Zeiten, in denen die Lukrierung von neuen Partnern im Kulturbereich beinahe zu einem Ding der Unmöglichkeit geworden ist, besonders positiv zu bewerten ist.
Es bleibt aber eine Tatsache, dass der Organisationsaufwand und die damit verbundenen Kosten in einigen Bereichen unvermeidbar Jahr für Jahr höher werden und somit schwieriger zu stemmen sind. Dies limitiert mehr und mehr den Gestaltungsspielraum sowie die Möglichkeit zu innovativer Weiterentwicklung eines Kulturevents in der Größenordnung von Crossing Europe.
Der Umgang mit den Herausforderungen der Zukunft (unter anderem „Fair-Pay“ und „nachhaltige“ Festivalarbeit) und die nur schwer vorhersehbare Entwicklung der Wirtschaftslage in Österreich und global gesehen, die uns Sorgen bereitet, dürfen wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen.
Darum möchten wir betonen, nur eine kontinuierliche Valorisierung der Förderbeträge wird die weitere Festivalarbeit auf dem bisherigen Niveau und in bisherigem Umfang in Zukunft ermöglichen können.
Crossing Europe goes on!
Die 22. Ausgabe von Crossing Europe ist zu Ende, doch in den kommenden Wochen und Monaten gibt es noch zahlreiche Gelegenheiten, ausgewählte Filme aus dem Festivalprogramm 2025 in ganz Österreich im Kino zu erleben. Außerdem gibt es die Chance, Filme früherer Festivaljahre auf den Streaming-Plattformen KINO VOD CLUB und filmfriend zu Hause zu erleben.
Eine ausführliche Presseinformation mit Jury-Statements zur Preisverleihung finden Sie hier auf dieser Seite. Logo, Festivalsujet sowie Pressefotos sind wie gewohnt auf unserer Website verfügbar.
