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Filme nach Sektionen

Arbeitswelten / Working Worlds

Zum 16. Mal beleuchtet diese Sektion europäische Arbeitswelten und -realitäten in Zeiten von Globalisierung und Wirtschaftskrisen. Heuer beschäftigt sich die von Katharina Riedler kuratierte Reihe mit dem Spannungsfeld „Frauen und Arbeit“ und firmiert unter dem Titel Independent Women.

Die hier versammelten Spiel- und Dokumentarfilme erzählen von Frauen in der heutigen Arbeitswelt, von deren Weg zu Selbstermächtigung im ersten richtigen Job bzw. im ersten Job überhaupt (PREMIÈRE CAMPAGNE, I DOULIA TIS) und von der Befreiung von wirtschaftlichen Zwängen (CHEZ JOLIE COIFFURE) und dem Korsett der normierten Arbeitsvermittlung (REISE NACH JERUSALEM).

Zum Essay Arbeitswelten HIER.

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Architecture & Society

CROSSING EUROPE präsentiert bereits zum zehnten Mal die von Lotte Schreiber kuratierte Sektion Architektur und Gesellschaft, die in diesem Jahr unter dem Titel RAUM, ZEIT, GESCHICHTE einen Kurzfilm und vier Dokumentarfilme sammelt, die auf unterschiedliche Weise historische und gesellschaftlich-kulturelle Schichten und Geschichten aus Räumen frei legen.

So begegnen wir im bildgewaltigen Dokumentarfilm LOST REACTOR Personen, die in der Ruine eines Atomkraftwerks auf der Krim Zuflucht gefunden haben. Temporäres Refugium für Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, ist die mächtige CENTRAL BUS STATION in Tel Aviv. Eine tatsächliche Zeitkapsel ist die vollgeräumte Altbauwohnung in TIMEBOX, ein Portrait des Vaters der Regisseurin, der als wichtiger Chronist Rumäniens gilt. Der Kurzfilm BIGGER THAN LIFE widmet sich dem mazedonischen Skopje und hinterfragt anhand des dortigen Baugeschehens die Konstruktion einer fiktiven Geschichte. Eine facettenreiche Annäherung an die Vergangenheit und Zukunft der belgischen Industriestadt Charleroi gelingt im Filmessay CHARLEROI, LE PAYS AUX 60 MONTAGNES.

Zum Essay Architektur und Gesellschaft HIER.

(in Kooperation mit dem afo Architecturforum Oberösterreich)

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Cinema Next Europe

2015 setzte CROSSING EUROPE in Kooperation mit der Nachwuchsinitiative Cinema Next mit dem Programmschwerpunkt Cinema Next Europe erstmals einen Fokus auf die „next generation“ europäischer FilmemacherInnen. Diese als Plattform für europaweiten Austausch und Vernetzung gedachte Schiene geht damit heuer in die fünfte Runde, kuratiert von Wiktoria Pelzer und Dominik Tschütscher.

Erneut stehen das Entdecken von frischen Stimmen und die Förderung des jungen europäischen Kinos im Vordergrund. In sechs handverlesenen Filmprogrammen, subsummiert unter dem Titel The Family Issue, werden junge FilmemacherInnen vorgestellt, die mit ihren Dokumentarfilmen starke Visitenkarten vorlegen.
Mit dem Cinema Next Europe Club wird die Kooperation heuer um ein dreitägiges Praxis-Modul für zehn interessierte junge Filmkreative erweitert.

Cinema Next Europe widmet sich dieses Mal der vielzitierten Keimzelle der Gesellschaft. Die in den Sektionen vertretenen FilmemacherInnen porträtieren ihr eigenen Familien (MEIN BRUDER KANN TANZEN), dokumentieren Familienprobleme und innerfamiliäre Zerwürfnisse (UNA PRIMAVERA), gehen Familiengeheimnissen (UN AMOUR RÊVÉ, JE VOIS ROUGE) auf den Grund und zeichnen den Alltag einer Familie nach (TERRA FRANCA).

Zum Essay Cinema Next Europe HIER.

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Competition Documentary

Insgesamt elf dokumentarische Arbeiten umfasst diese Wettbewerbssektion, die die derzeitige Verfasstheit Europas auf sozialer, politischer, wirtschaftlicher wie auch zeitgeschichtlicher Ebene abklopfen.

Die Beiträge dieser Sektion verhandeln bewaffnete Konflikte und deren oft drastischen Folgen (CHRIS THE SWISS, SRBENKA, WE DID WHAT HAD TO BE DONE) , rechtspopulistische Politik von autoritären Machthabern (SVIDETELI PUTINA, HUNGARY 2018), beleuchten die Situation junger Menschen am Rande Europas (TRANSNISTRA, HOME GAMES), stellen Alltagsbeobachtungen und Milieustudien an (DRAUSSEN, L’ÎLE AU TRÉSOR) und verweben Familiengeschichten kunstvoll mit ausgesuchten Abschnitten europäischer Zeitgeschichte ( HEIMAT IST EIN RAUM AUS ZEIT, LA DERNIÈRE D'ENTRE ELLES).
  
Mit Vitaly Mansky und Thomas Heise finden sich auch in dieser Sektion Regisseure, die bereits in früheren Jahren in Linz vertreten waren. 

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Competition Fiction

Elf Österreichpremieren bietet heuer diese Sektion, die thematisch wie formal ein breites Spektrum aufweist.

In den ausgewählten Spielfilmen erlebt man junge Menschen auf der Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft (LIGHT AS FEATHERS, DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN), wie Ehen bzw. Beziehungen sich zu Kampfzonen ausweiten (MONȘTRI., ORAY, TCHELOVEK KOTORIJ UDIVIL VSEH), die Auswirkungen von Strukturwandel und Gentrifizierung (BAIT, SAF), Frauen im emotionalen Ausnahmezustand (FUGA, IRINA, DER UNSCHULDIGE) und wie politische Instabilität eine Gemeinschaft auf Dauer  zersetzt (VULKAN). Vier der im Wettbewerb vertretenen RegisseurInnen waren bereits in früheren Jahren bei CROSSING EUROPE zu Gast: Agnieszka Smoczyńska (2016: The Lure), Nadejda Koseva (2005: Lost and Found, und 2016: als Produzentin von JAJDA), Simon Jaquemet (2015: CHRIEG) und Roman Bondarchuk (2016: UKRAINIAN SHERIFFS).

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European Panorama Documentary

Das EUROPEAN PANORAMA Documentary versammelt aktuelle Produktionen aus ganz Europa. So vielgestaltig wie das europäische Filmschaffen sind auch die filmischen Positionen dieser Sektion, die Highlights der aktuellen Festivalsaison, filmische Entdeckungen sowie neue Arbeiten früherer CROSSING EUROPE-Gäste in österreichischer Erstaufführung präsentiert.



European Panorama Fiction

Das EUROPEAN PANORAMA Fiction versammelt aktuelle Produktionen aus ganz Europa. So vielgestaltig wie das europäische Filmschaffen sind auch die filmischen Positionen dieser Sektion, die Highlights der aktuellen Festivalsaison, filmische Entdeckungen sowie neue Arbeiten früherer CROSSING EUROPE-Gäste in österreichischer Erstaufführung präsentiert.



Local Artists

Insgesamt 164 Arbeiten wurden für diese Wettbewerbssektion eingereicht. Für die heurige Festivalauflage fiel die Wahl auf 58 Produktionen, die in 19 Programmplätzen präsentiert werden – darunter 19 Welt-, 5 Österreich- und eine Internationale Premiere(n).

Erneut bietet die beim Publikum beliebte LOCAL ARTISTS-Schiene einen ansprechenden Überblick über das aktuelle oberösterreichische Filmschaffen. Neben frischen Musikvideos, coolen Experimentalfilmen und aktuellen Kurzfilmproduktionen beeindruckt der lokale Wettbewerb dieses Jahr mit ausgesuchten dokumentarischen Langfilmen, die sich mit Flucht und Integration, alternativen Wohnformen und den Anfängen der Anti-Atom-Bewegung in Österreich auseinandersetzen. Der Linzer Filmemacherin Edith Stauber ist ein Special gewidmet, eine Auswahl an experimentellen Arbeiten kommt wieder im Deep Space 8K im Ars Electronica Center zur Aufführung, Opener der Sektion ist die filmische Hommage an die international renommierte Fotografin Elfie Semotan. 

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Nachtsicht / Night Sight

Zum zwölften Mal kuratiert Filmjournalist und Festivalmacher Markus Keuschnigg die NACHTSICHT bei CROSSING EUROPE, auch heuer werden wieder fünf außergewöhnliche Spielfilme präsentiert – allesamt dem „Fantastischen Film“ zuzurechnen.

Als Motto stellt der Kurator dieses Jahr voran: „Tanz die Angst! Dancing with fear in my eyes., um damit den Aufruf zu starten, dass wir uns nicht von unseren Ängsten in die Knie zwingen lassen sollen. „Das diffuse Angst-Gewitter in unseren Köpfen und Herzen darf nicht von einigen wenigen zwecks Machterhalt missbraucht werden.“

Die vorliegenden fünf Filme präsentieren ebensoviele Angstwelten – ein Überlebenskampf im Eis der Arktis (ARCTIC), eine Dystopie geprägt von Terror und Fremdenhass (DANMARKS SØNNER), die Pariser Subkultur-Hardcore-Szene in den 1970ern (UN COUTEAU DANS LE CŒUR) und der Rückzug ins vermeintliche friedvolle Leben am Land und in der Natur (THE HOLE IN THE GROUND, KOKO-DI KOKO-DA).

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Spotlight

Nach der preisgekrönten Regisseurin Yeşim Ustaoğlu aus der Türkei und der rumänischen Erfolgsproduzentin Ada Solomon rückt CROSSING EUROPE nun zum dritten Mal eine im europäischen Filmbereich tonangebende Filmschaffende ins Zentrum der Programmsektion SPOTLIGHT. Heuer fiel die Wahl auf die umtriebige Iris Elezi aus Albanien, die bereits 2015 persönlich ihren ersten Langspielfilm BOTA (IT/AL/Kosovo 2014) dem Linzer Festivalpublikum vorgestellt hat.

Iris Elezi kam nach ihren Studien in den USA (u.a. an der TISCH School of Arts, NYU) nach Albanien zurück, wo sie sich neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin, Produzentin, Drehbuchautorin und Lektorin ganz dem filmischen Erbe Albaniens und dessen Bewahrung verschrieben hat. Siebenundzwanzig Jahre nach dem Sturz von Albaniens isolierter Diktatur stalinistischer Prägung ist immer noch wenig über das Kino dieses südosteuropäischen Landes bekannt. Iris Elezi ist als Mitbegründerin der Initiative The Albanian Cinema Project maßgeblich daran beteiligt, die nationale Filmsammlung nicht nur materiell zu erhalten, sondern auch ideell. So werden u.a. Filmvorführungen organisiert, um die Bevölkerung für das Filmschaffen der Zeit der Diktatur zu sensibilisieren, das verständlicherweise von vielen Menschen nach wie vor abgelehnt wird. Iris Elezi beschreibt ihre Bemühungen um die kritische Neubewertung des albanischen Filmerbes, das zweifelsohne auch zur Bildung einer kulturellen Identität beitragen kann, folgendermaßen: „Wir müssen uns von dieser kollektiven Amnesie befreien.“

Die Filmauswahl für ihre Carte blanche teilt sich zwischen einem historischen Programmteil und aktuellen Produktionen auf. Neben drei Spielfilmen der zur Entdeckung empfohlenen Regisseurin Xhanfise Keko aus den 1970ern umfasst das historische Programm noch einen Komödien-Blockbuster der Post-Hoxha-Ära, verantwortet von eine der zentralen Figuren des albanischen Kinos, Dhimiter Anagnosti. Im „aktuellen“ Programmteil bietet sich der mit zahlreichen Fakten gespickte Dokumentarfilm Mark Cousins als idealer Einstieg in das filmische Universum Albaniens an, das international bisher noch kaum rezipiert wurde. Ergänzt wird dieser Teil noch um zwei weitere Spielfilme, neben BOTA von Iris Elezi kommt noch der ganz aktuelle und erfolgreich auf zahlreichen internationalen Festivals gelaufene Titel Nëntor i ftohtë von Ismet Sijarina zur Aufführung. 

Mehr Informationen zu SPOTLIGHT IRIS ELEZI HIER.

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Tribute

Dieses Jahr widmet CROSSING EUROPE die Tribute-Sektion dem aus Katalonien (Spanien) stammenden preisgekrönten Regisseur und Drehbuchautor Jaime Rosales (anwesend von 25. bis 27. April). Im Rahmen des Festivals werden all seine bisherigen Langspielfilme – sechs an der Zahl – auf großer Leinwand aufgeführt, in Anwesenheit des Regisseurs, der zudem auch eine Masterclass (Freitag, 26. April, 16:00 Uhr, OK Deck) in Linz abhalten wird. Seine neueste Arbeit PETRA, uraufgeführt in Cannes, ist als Österreichpremiere in Linz zu sehen.

Jaime Rosales wurde 1970 in Barcelona geboren und studierte an der prestigeträchtigen San Antonio de los Baños International Film and Television School (EICTV) in Kuba. Danach verschlug es ihn nach Australien, wo er an der Australian Film Television and Radio School Broadcasting Entertainment (AFTRSBE) sein Studium fortsetzte. Nach seiner Rückkehr nach Europa begann er als Drehbuchautor fürs Fernsehen zu arbeiten und gründete 2001 seine eigene Produktionsfirma Fresdeval Films.

Schon sein erster Spielfilm (LAS HORAS DEL DÍA) war international erfolgreich und wurde – so wie vier weitere seiner Filme – bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes uraufgeführt. Seither ist er einer der wichtigsten Stimmen des spanischen Gegenwartskinos, der sich mit jedem seiner Filme neu zu erfinden scheint. Kein Film gleicht der vorangegangenen Arbeit, jeder seiner sechs Langspielfilme weist eine eigenständige künstlerische Handschrift auf. Besonders beeindruckend die Experimentierfreudigkeit wie auch die Konsequenz mit der Rosales jedes Mal seine cinematographische Vision umsetzt. Mal versucht er sich an technischen „Spielereien“ (z.B. der Einsatz von Splitscreens in La Soledad oder der damals noch neuen Medien wie z.B. Skype in Hermosa juventud), ein anderes Mal hinterlässt eine stringent geführte Kamera bleibenden Eindruck. Man denke etwa an das Terrordrama Tiro en la Cabeza, das nie nah am Geschehen dran ist, sondern wie bei einer Wildtierdokumentation (Rosales selbst verwendete in einem Interview diesen Vergleich) alles aus der Distanz beobachtbar macht. Auch in seiner aktuellen Produktion PETRA ist evident, dass die exzessiv eingesetzten Schwenks mit der Steady-Cam bewusst als Stilmittel gewählt wurden. Rosales arbeitet sowohl mit professionellen SchauspielerInnen als auch mit Laien, manchmal verzichtet er fast zur Gänze auf Dialoge, ein anderes Mal ist Sprache ein integraler Bestandteil eines Films. 

Sein Kino ist geprägt von einer scharfen Beobachtungsgabe und einem Instinkt für soziale Verwerfungen, sei es nun der Mörder „von nebenan“ (Las horas del día), die fehlende Perspektive der jungen Generation in Spanien in Zeiten der Wirtschaftskrise (Hermosa juventud), das Sozialgefüge Familie als vielschichtiger Mikrokosmos (Sueño y Silencio), die Bombenangriffe von Madrid (La Soledad) oder der Terror der ETA (Tiro en la Cabeza). 

Rosales‘ Oeuvre kann ein untrügliches Gespür für Atmosphäre attestiert werden, die das Publikum gekonnt in die Geschichten hineinzieht und es so dazu bringt, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die man eigentlich verdrängen will. Als offenkundiger Stilist zeigt Jaime Rosales immer Interesse am Ausloten formaler Grenzen beim Geschichtenerzählen auf der großen Leinwand. 

Mehr Informationen HIER.

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YAAAS! Competition

Mit der YAAAS! Competition hat CROSSING EUROPE seit heuer eine vierte Wettbewerbssektion vorzuweisen. Die sechs Spielfilme dieser Sektion wurden von den YAAAS! Young Programmers ausgewählt und setzen sich auf polyphone Weise mit den Lebensrealitäten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen auseinander.