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Filme nach Sektionen

Arbeitswelten / Working Worlds

Zum 15. Mal beleuchtet diese Sektion europäische Arbeitswelten und -realitäten in Zeiten von Globalisierung und Wirtschaftskrisen. Heuer kreist die von Katharina Riedler kuratierte Reihe um das Spannungsfeld „Traum/Alptraum Arbeit“ und firmiert unter dem Titel Dreaming Under Capitalism.

Ausgehend von der inzwischen auch wissenschaftlich belegten Tatsache, dass Arbeit zu den häufigsten Inhalten unserer Träume zählt, kreisen die vier handverlesenen Dokumentarfilme um die Analyse nächtlicher Alpträume von Arbeitenden (RÊVER SOUS LE CAPITALISME), das belastende Arbeitsumfeld im Amt für Sozialen Wohnbau in Neapel (APERTI AL PUBBLICO) und den Wunschtraum einer erfolgreichen Geschäftsidee oder eines erfolgreichen Neustarts im Berufsleben (YRITTÄJÄ) beziehungsweise eines besseren Jobs fern der Heimat (FAREWELL YELLOW SEA). – Auch in dieser Programmsektion ist mit Virpi Suutari ein früherer Tribute-Gast (CE 2006) im heurigen Festivalprogramm vertreten. 

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Architecture & Society

CROSSING EUROPE präsentiert bereits zum neunten Mal die von Lotte Schreiber kuratierte Sektion Architektur und Gesellschaft, die in diesem Jahr unter dem Titel RAUM, MACHT, KONTROLLE das unterschiedliche Zusammenspiel von Raum und Macht beleuchtet, genauer, architektonische Räume und abgesteckte Territorien, die uns unterschiedliche politische, soziale und ökonomische Machtrelationen vor Augen führen.

Die architektonische Selbstdarstellung totalitärer Regime ist bis heute in Europa präsent. Benito Mussolinis Machtbesessenheit etwa spiegelt sich u.a. im „Corte d`Assise“, dem Mailänder Schwurgerichtshof wider,Schauplatz der prämierten Doku LA CONVOCAZIONE. Im Fokus des Kurzfilms DUE liegt der in den 1970er Jahren errichtete Stadtteil „Milano Due“, erstes großes Investmentprojekt Berlusconis. Eine behutsame Annäherung an den Verbrechensort und heutigen Erinnerungsort KZ Buchenwald gelang mit DER MENSCH ISTEIN SCHÖNER GEDANKE. VOLKHARD KNIGGE UND BUCHENWALD. Die Macht der Medien thematisiert LETZTES JAHR IN UTOPIA, eine Rekonstruktion eines medial inszenierten Gruppen-Experiments. In Sibirien liegt das Dorf BRAGUINO, Schauplatz eines unerbittlichen Streits zweier Familienclans. Von Machtstrukturen,die sich über die Kontrolle von Raum im titelgebenden Stadtteil Brüssels artikulieren, handelt schließlich derpointierte Kurzfilm NETTOYER SCHAERBEEK.

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Cinema Next Europe

2015 setzte CROSSING EUROPE in Kooperation mit der Nachwuchsinitiative Cinema Next mit dem Programmschwerpunkt Cinema Next Europe erstmals einen Fokus auf die „next generation“ europäischer FilmemacherInnen. Diese als Plattform für europaweiten Austausch und Vernetzung gedachte Schiene geht damit heuer in die vierte Runde, kuratiert von Wiktoria Pelzer und Dominik Tschütscher.

Erneut stehen das Entdecken von frischen Stimmen und die Förderung des jungen europäischen Kinos im Vordergrund. In sechs handverlesenen Filmprogrammen, subsumiert unter dem Titel Sense and Sensibility, werden starke Positionen des jungen europäischen Films vorgestellt: junge FilmemacherInnen, die mit ihren aktuellen Arbeiten starke Visitenkarten vorlegen.

Mit Cinema Next Europe soll im Rahmen des Festivals eine europäische Plattform für den filmischen Nachwuchs geschaffen werden. Diese Sektion richtet sich zum einen an all diejenigen FilmemacherInnen, die einen Schritt weiter in Richtung professionelle „Filmkarriere“ gehen möchten und zum anderen an ein am Filmschaffen der „next generation“ interessiertes Publikum. 

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Competition Documentary

Insgesamt elf dokumentarische Arbeiten umfasst diese Wettbewerbssektion, die die derzeitige Verfasstheit Europas auf sozialer, politischer, wirtschaftlicher wie auch zeitgeschichtlicher Ebene abklopfen.

Die Beiträge dieser Sektion verhandeln die drastischen (Spät)Folgen von bewaffneten Konflikten (METEORLAR), totalitären Regimen und von fehlgeleiteter Wirtschaftspolitik (MZIS QALAQI, OUĂLE LUI TARZAN), beleuchten die Situation junger Menschen auf der Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft (MR GAY SYRIA, NIC JAKO DŘÍV) sowie schicksalsgeprüfte Familien (DRUGA STRANA SVEGA, DRUŽINA, HUGO) und suchen Antworten auf momentan „brennenden“ Fragen wie Integration (ZENTRALFLUGHAFEN THF), Rechtspopulismus (MONTAGS IN DRESDEN), Menschenwürde und wirtschaftliche Ausbeutung (A WOMAN CAPTURED).

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Competition Fiction

Elf Österreichpremieren bietet heuer diese Sektion, die thematisch wie formal ein breites Spektrum aufweist. In den ausgewählten Spielfilmen erlebt man junge Menschen am Scheideweg (KÖRFEZ), am Sprung ins „richtige“ Erwachsenenleben (ANTÓNIO UM DOIS TRÊS) oder gefangen zwischen zwei Kulturen (CHARMØREN, HVA VIL FOLK SI), dysfunktionale Familien- und Geschwisterbeziehungen (IL CRATERE, VINTERBRØDRE), weibliche Selbstermächtigung (SASHISHI DEDA) und Beziehungen im emotionalen Ausnahmezustand (HJÄRTAT, MARTESA, MORIR, SOLDAŢII. POVESTE DIN FERENTARI).

Drei der im Wettbewerb vertretenen RegisseurInnen waren bereits in früheren Jahren bei CROSSING EUROPE vertreten. Silvia Luzi und Luca Bellino gewannen 2014 den CROSSING EUROPE Social Awareness Award – Best Documentary für DELL’ARTE DELLA GUERRA, Hlynur Pálmason war mit dem mittelangen Kurzfilm EN MALER in der Cinema Next Europe Sektion 2015 zu Gast. 

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Eröffnungsfilme / Opening Films

Das Festival beginnt dieses Jahr bereits am Vormittag des Eröffnungstages (25. April) mit dem Start von Filmen aus allen Programmsektionen, am Abend wird CROSSING EUROPE dann feierlich mit sechs ausgesuchten Filmpremieren eröffnet, die einen repräsentativen Querschnitt durch das heurige Festivalprogramm und die Programmsektionen darstellen – in Anwesenheit von zahlreichen Filmgästen.



European Panorama Documentary

Das EUROPEAN PANORAMA Documentary versammelt aktuelle Produktionen aus ganz Europa. So vielgestaltig wie das europäische Filmschaffen sind auch die filmischen Positionen dieser Sektion, die Highlights der aktuellen Festivalsaison, filmische Entdeckungen sowie neue Arbeiten früherer CROSSING EUROPE-Gäste in österreichischer Erstaufführung präsentiert.



European Panorama Fiction

Das EUROPEAN PANORAMA Fiction versammelt aktuelle Produktionen aus ganz Europa. So vielgestaltig wie das europäische Filmschaffen sind auch die filmischen Positionen dieser Sektion, die Highlights der aktuellen Festivalsaison, filmische Entdeckungen sowie neue Arbeiten früherer CROSSING EUROPE-Gäste in österreichischer Erstaufführung präsentiert.



Local Artists

Insgesamt 150 Arbeiten wurden für diese Programmsektion eingereicht. Für die heurige Festivalauflage fiel die Wahl auf 58 Produktionen, die in 18 Programmplätzen präsentiert werden – darunter 16 Welt, 8 Österreich- und eine Internationale Premiere(n). Erneut bietet die beim Publikum sehr beliebte LOCAL ARTISTS-Schiene einen ansprechenden Überblick über das aktuelle oberösterreichische Filmschaffen, das vom Experimentalfilm bis zum gesellschaftspolitischen Dokumentarfilm reicht.

Auch dieses Jahr gibt es zudem Entdeckungen bei den mittellangen Filmen und im Musikvideobereich; 15 Musikvideos rittern um den CREATIVE REGION MUSIC VIDEO Audience Award (€ 1.500,-). Vergeben werden zudem unter den Filmen/Videos dieser Sektion der mit € 7.000,- (€ 5.000,- Land Oberösterreich/Kultur & € 2.000,- The Grand Post-Audio & Picture Post Production) dotierte CROSSING EUROPE Award – Local Artist und CROSSING EUROPE Innovative Award – Local Artist (€ 3.500,-), der vom OÖ Kulturquartier gecovered wird und der für eine Arbeit mit innovativem künstlerischen Ansatz gedacht ist.

Zwei Weltpremieren führen das Feld der heurigen LOCAL ARTISTS Auswahl an. Zum einen das Dokumentarfilmprojekt THE EUROPEAN GRANDMA PROJECT (AT, IL, GB, IS, IT, TR, BG, GR, RU 2018) der Linzer Filmemacherin und Schauspielerin Alenka Maly und weiteren acht Regisseurinnen (Hadas Neuman, Fleur Nieddu, Anna Ólafsdóttir, Giorgia Polizzi, Berke Soyuer, Desislava Tsoneva, Maria Tzika, Ekaterina Volkova) – ein stimmiges Panorama europäischer Zeitgeschichte, das auch Teil der Festivaleröffnung am 25. April ist (S. 10). Zum anderen Fiona Ruckschcios zweiter Teil ihrer dokumentarischen Abhandlung zum Thema Allatgssexismus, < COMMON.PLACES 2 >, die dabei Personen und ihre persönlichen Geschichten von Belästigung, Mobbing und Rassismus ins Zentrum rückt.
// Beide RegisseurInnen präsentieren zudem in der kulturtankstelle im OÖ Kulturquartier installative Arbeiten, ORAL HISTORIES: Alenka Maly (alle GRANDMA-Portraits in voller Länge) und VERORTUNGEN: Fiona Ruckschcio (< COMMON.PLACES 1 > (AT 2000) und eine weitere Arbeit); 25. bis 30. April, Eröffnung: 26. April um 18:00 Uhr // Zudem ist Alenka Maly am Montag, 23. April um 19:30 Uhr zu Gast im Kepler Salon Linz und erzählt u.a. von der Entstehung und Entwicklung des „Grandma-Projekts“. // THE EUROPEAN GRANDMA PROJECT wird außerdem im Rahmen der Kooperation mit dem Programmkino Wels am 29. April um 20:15 Uhr und am 1. Mai um 18:30 Uhr nochmals aufgeführt. //

Zwei Langdokumentarfilme der Sektion sind thematisch sehr stark in Oberösterreich „verhaftet“ und nehmen sich zweier Prototypen in Sachen Identitätsstiftung an: Local Artists-Preisträger 2014, Jakob Kubizek, geht seiner eigenen Sozialisation als musikaffiner Jugendlicher nach und bringt die Entstehungsgeschichte des alternativen Kulturvereins Röda in Steyr auf die Leinwand (JEDEM DORF SEIN UNDERGROUND). Dominik Thaller hingegen widmet sich in seinem Langfilmdebüt dem geschichtsträchtigen und heiß-geliebten Linzer Fußballclub Blau Weiß Linz (IMMER WIEDER GEHT DIE SONNE AUF).

Mit den Themen Flucht und Integration setzen sich die beiden Dokumentarfilme SARGIS - DAS LEBEN IST SO EINE SACHE und THE FIRST GENERATION - ZWISCHEN ÖSTERREICH UND KAMBODSCHA auseinander. Stefan Langthaler dokumentiert in seinem feinfühligen Sportlerportrait den viele Jahre andauerenden “Kampf” von Sargis Martiroysan, endlich für Österreich im Gewichtheben offiziell antreten zu dürfen. Im Mittelpunkt der dokumentarischen Arbeit der Brüder Abraham und Kemara Pol stehen fünf Mitglieder der kambodschianischen Community und deren Schicksale in Österreich.

Mit “Introducing Sarkaut Mostefa” präsentiert CROSSING EUROPE die Arbeit eines jungen kurdisch-stämmigen Irakers, der seine neue Heimat nun in Österreich gefunden hat. Der Filmemacher Sarkaut Mostefa hat schon vor seiner Flucht Kurzfilme gedreht, dank des MORE-Studienprogramms der Kunstuniversität Linz kann er auch in Österreich künstlerisch tätig sein, drei seiner Arbeiten sind nun Teil des Festivalprogramms (REMOTE CONTROL, DU RU und XIRIS).
// Am 28. April findet im Anschluss an die Vorführung des Programms “The First Generation-Zwischen Österreich und Kambodscha” und “Introducing Sarkaut Mostefa” um 14.45 Uhr ein Get-Together mit FilmmacherInnen und Asylwerbenden statt. 

Erneut bei CROSSING EUROPE vertreten ist der aus Oberösterreich stammende und jetzt in Berlin lebende Regisseur Bernhard Sallmann, der letztes Jahr mit Oderland.Fontane den ersten Teil seiner Fontane-Tetralogie präsentierte und dafür mit dem LOCAL ARTIST Award asugezeichnet wurde. Nun kehrt er mit der Internationalen Premiere des zweiten Teils, RHINLAND. FONTANE, seines experimentellen Dokumentarfilmprojekts zurück. Erneut montiert er literarische Zitate mit unverfälschten, statischen Orts- und Landschaftsaufnahmen zusammen.

In ihrem ersten langen Dokumentarfilm KEIN HALBES LEBEN widmet sich Sybille Bauer eingehend dem Verhhältnis zwischen Mensch und Tier, genauer gesagt Mensch und Hund, sowie dessen Potential über Verluste hinwegtrösten zu können.
// KEIN HALBES LEBEN wird im Rahmen der Kooperation mit dem Programmkino Wels am 30. April um 20:15 Uhr und am 2. Mai um 18:15 Uhr nochmals aufgeführt. //

Bei den kurzen und mittellangen Arbeiten erwartet das Publikum eine vielfältige Werkschau mit zwei „gemischten“ Kurzfilmprogrammen, die sich durch eine Vielfalt an Genres, Tehmen und Stilen auszeichnen – vertreten sind u.a. frühere PreisträgerInnen wie Remo Rauscher, Leni Gruber und Maria Czernohorszky. Das Programm LOCAL ARTISTS – DOCUMENTARY versammelt neue Arbeiten u.a. von Violette Wakolbinger und Herwig Kerschner, Thomas Draschan, Reinhold Bidner und den Preisträgern Gerhard Treml und Leo Calice.
Im experimentellen Bereich darf sich das Publikum auf hochkarätiges Experimentalfilmschaffen freuen: Vertreten sind u.a. Altmeister Dietmar Brehm (29 PUNKTE PROGRAMM), Karin Fisslthaler (ALICE REMIXED), Siegfried A. Fruhauf mit PHANTOM RIDE PHANTOM sowie Conny Zenk und Tanja Brüggemann (REGLOS). Ein besonderes Highlight in diesem Zusammenhang verspricht das Screening ausgewählter LOCAL ARTISTS-Experimentalfilme im DEEP SPACE 8K im Ars Electronica Center (29. April, 15:00 Uhr) mit Wand- und Bodenprojektion zu werden – Körperkino im wahrsten Sinne des Wortes.

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Local Artists Music Videos

Für musikaffine Menschen bietet der Musikvideo-Wettbewerb erneut eine exquisite Auswahl an insgesamt 15 heimischen Arbeiten. Musikgenremäßig breit gefächert stellen lokale FilmemacherInnen ihre neuesten Arbeiten vor. Als 16. Beitrag wird im Programm Local Artists Music Videos – außer Konkurrenz – der Kurz-Dokumentarfilm ATITA (AT/IN 2017) präsentiert.



Nachtsicht / Night Sight

Zum elften Mal kuratiert Filmjournalist und Festivalmacher Markus Keuschnigg die NACHTSICHT bei CROSSING EUROPE, auch heuer werden wieder fünf außergewöhnliche Spielfilme präsentiert – allesamt dem „Fantastischen Film“ zuzurechnen.

Als Motto stellt der Kurator dieses Jahr voran: „Im Würgegriff des guten Geschmacks. So ist die die heurige Nachtsicht insofern stolz darauf, das (im besten Sinn) Abartige und Schmerzhafte siegen zu lassen und in fünf mehr oder weniger gefährliche Vorstellungswelten zu entführen.“

Der Nachtsicht-Opener und Eröffnungsfilm The Cured entspinnt eine zeitgeistige politische Allegorie, in der „geheilte“ Ex-Zombies sich mit ihrer gesellschaftlichen Re-Integration abmühen. Aus den (vermeintlichen) Jägern werden die Gejagten, sowohl in REVENGE von Coralie Fargeat auch in Benjamin Barfoots Double Date geben starke Frauen letztendlich den Ton an.

In Bertrand Mandicos Les garçons sauvages werden die Titel gebenden wilden Jungs zwecks Domestikation auf eine Galeere geladen und auf eine geheimnisvolle Insel mit üppiger (und übernatürlicher) Vegetation gebracht. Ebenfalls eine „Parallelwelt“ entspinnt sich in HOUSEWIFE, eine alte (und verschwunden geglaubte) Bekannte lockt eine wohlhabende Frau in eine Sekte, deren Guru alle Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit einzureißen gedenkt.

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Spotlight

Die Rumänin Ada Solomon (*1968) ist seit mehr als 20 Jahren äußerst erfolgreich als Produzentin tätig, und das europaweit. Ihr scheinbar untrügliches Gespür für Talent hat schon so manche Karriere zum Laufen gebracht, so hat sie z.B. Langfilmdebüts von Radu Jude (Cea mai fericita fata din lume), Melissa de Raaf und Razvan Radulescu (Felicia inainte de toate) und Paul Negoescu (O luna in Thailandia) auf Schiene gesetzt.

Zudem ist sie auch für ihre Vielseitigkeit bekannt, so sind sowohl kurze als auch lange Spiel- UND Dokumentarfilme in ihrer Filmographie gelistet. Darüber hinaus hat Ada Solomon das NexT Int. Film Festival Bucharest (RO) mitbegründet.

Produktionen aus ihren Firmen HiFilm Productions (2004 gegründet) oder Parada Film werden zu den renommiertesten Festivals der Welt eingeladen, sei es nun Berlin, Cannes, Locarno oder Venedig, und mit Preisen ausgezeichnet: z.B. Din dragoste cu cele mai bune intentii (RO, HU, FR 2011; R: Adrian Sitaru) in Locarno, Pozitia Copilului (RO 2012; R: Călin Peter Netzer) mit dem Goldenen Bären und Aferim! (RO, GB, CZ 2015; R: Radu Jude) mit dem Silbernen Bären der Berlinale.
2013 wurde Ada Solomon bei den European Film Awards mit dem PRIX EURIMAGES – European Co-Production Prize für „maßgebliche Leistungen im Bereich der europäischen Ko-Produktionen“ ausgezeichnet. Darum ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie auch als ausführende Produzentin bei einem der Paradebeispiele der letzten Jahre für eine europäische Ko-Produktion mit dabei war: TONI ERDMANN (DE, AT, CH, RO 2016; R: Maren Ade). Weitere Österreichbezüge in ihrer Arbeit gibt es mit Katharina Coponys Dokumentarfilm OCEANUL MARE (AT, DE, RO 2009) und mit dem neuen Dokumentarfilm von Johannes Holzhausen, THE ROYAL TRAIN (AT, RO 2018) festzumachen.

Bereits bei früheren CROSSING EUROPE-Ausgaben liefen von Ada Solomon produzierte Filme, wie z.B. 2011 die beiden Spielfilme Principii de viata / Principles of Life (RO 2010; R: Constantin Popescu) und Cea mai fericita fata din lume (RO, NL 2009; R: Radu Jude). Im Rahmen der SPOTLIGHT-Sektion werden sieben Langfilme und ein Kurzfilmprogramm präsentiert, darunter auch zwei ganz aktuelle Arbeiten, je ein Spiel- und Dokumentarfilm in den europäischen Wettbewerbssektionen: SOLDAȚII. POVESTE DIN FERENTARI / Soldiers. A Story from Ferentari und  OUĂLE LUI TARZAN / Tarzan's Testicles.

Mehr Informationen zu SPOTLIGHT ADA SOLOMON HIER.

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Tribute

Mit dem italienischen Regisseur Edoardo Winspeare widmet CROSSING EUROPE das diesjährige TRIBUTE einem Autorenfilmer par excellence, der durch seine jahrzehntelange intensive Beschäftigung mit seiner Heimat, den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen sowie den kulturellen Verschiebungen in Apulien als ein wichtiger Vertreter des italienischen „Neo-Neorealismus“ anzusehen ist.

Geboren ist Edoardo Winspeare 1965 in Klagenfurt, lebt aber seit seiner frühesten Kindheit im süditalienischen Salento. Seine filmische Karriere begann er als Schnittassistent in New York, 1988 wurde er dann an der Hochschule für Film und Fernsehen München angenommen, die auch sein Spielfilmdebüt PIZZICATA mitproduzierte. In seiner nun fast 30-jährigen Karriere schuf Winspeare rund 40 Arbeiten, darunter finden sich neben den sechs Langspielfilmen auch Dokumentarfilme, Kurzfilme und Werbefilme. 1992 war er Mitbegründer der stilprägenden Band Officina Zoé, die für die Wiederbelebung der traditionellen Rhythmen und Tänzen (wie Pizzica und Tarantella) des Salentos sorgte und auch musikalisch in Winspeares Filmen zum Einsatz kommt. Zudem organisiert er auch Kultur-Festivals in seiner Heimatregion und ist im regionalen Landschaftsschutz aktiv.

Im Rahmen der TRIBUTE-Sektion werden seine sechs Langspielfilme präsentiert, darunter auch seine aktuelle Arbeit LA VITA IN COMUNE, die bei den Int. Filmfestspielen von Venedig 2017 Weltpremiere feierte. 

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