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Local Artists

Insgesamt 150 Arbeiten wurden für diese Programmsektion eingereicht. Für die heurige Festivalauflage fiel die Wahl auf 58 Produktionen, die in 18 Programmplätzen präsentiert werden – darunter 16 Welt, 8 Österreich- und eine Internationale Premiere(n). Erneut bietet die beim Publikum sehr beliebte LOCAL ARTISTS-Schiene einen ansprechenden Überblick über das aktuelle oberösterreichische Filmschaffen, das vom Experimentalfilm bis zum gesellschaftspolitischen Dokumentarfilm reicht.

Auch dieses Jahr gibt es zudem Entdeckungen bei den mittellangen Filmen und im Musikvideobereich; 15 Musikvideos rittern um den CREATIVE REGION MUSIC VIDEO Audience Award (€ 1.500,-). Vergeben werden zudem unter den Filmen/Videos dieser Sektion der mit € 7.000,- (€ 5.000,- Land Oberösterreich/Kultur & € 2.000,- The Grand Post-Audio & Picture Post Production) dotierte CROSSING EUROPE Award – Local Artist und CROSSING EUROPE Innovative Award – Local Artist (€ 3.500,-), der vom OÖ Kulturquartier gecovered wird und der für eine Arbeit mit innovativem künstlerischen Ansatz gedacht ist.

Zwei Weltpremieren führen das Feld der heurigen LOCAL ARTISTS Auswahl an. Zum einen das Dokumentarfilmprojekt THE EUROPEAN GRANDMA PROJECT (AT, IL, GB, IS, IT, TR, BG, GR, RU 2018) der Linzer Filmemacherin und Schauspielerin Alenka Maly und weiteren acht Regisseurinnen (Hadas Neuman, Fleur Nieddu, Anna Ólafsdóttir, Giorgia Polizzi, Berke Soyuer, Desislava Tsoneva, Maria Tzika, Ekaterina Volkova) – ein stimmiges Panorama europäischer Zeitgeschichte, das auch Teil der Festivaleröffnung am 25. April ist (S. 10). Zum anderen Fiona Ruckschcios zweiter Teil ihrer dokumentarischen Abhandlung zum Thema Allatgssexismus, < COMMON.PLACES 2 >, die dabei Personen und ihre persönlichen Geschichten von Belästigung, Mobbing und Rassismus ins Zentrum rückt.
// Beide RegisseurInnen präsentieren zudem in der kulturtankstelle im OÖ Kulturquartier installative Arbeiten, ORAL HISTORIES: Alenka Maly (alle GRANDMA-Portraits in voller Länge) und VERORTUNGEN: Fiona Ruckschcio (< COMMON.PLACES 1 > (AT 2000) und eine weitere Arbeit); 25. bis 30. April, Eröffnung: 26. April um 18:00 Uhr // Zudem ist Alenka Maly am Montag, 23. April um 19:30 Uhr zu Gast im Kepler Salon Linz und erzählt u.a. von der Entstehung und Entwicklung des „Grandma-Projekts“. // THE EUROPEAN GRANDMA PROJECT wird außerdem im Rahmen der Kooperation mit dem Programmkino Wels am 29. April um 20:15 Uhr und am 1. Mai um 18:30 Uhr nochmals aufgeführt. //

Zwei Langdokumentarfilme der Sektion sind thematisch sehr stark in Oberösterreich „verhaftet“ und nehmen sich zweier Prototypen in Sachen Identitätsstiftung an: Local Artists-Preisträger 2014, Jakob Kubizek, geht seiner eigenen Sozialisation als musikaffiner Jugendlicher nach und bringt die Entstehungsgeschichte des alternativen Kulturvereins Röda in Steyr auf die Leinwand (JEDEM DORF SEIN UNDERGROUND). Dominik Thaller hingegen widmet sich in seinem Langfilmdebüt dem geschichtsträchtigen und heiß-geliebten Linzer Fußballclub Blau Weiß Linz (IMMER WIEDER GEHT DIE SONNE AUF).

Mit den Themen Flucht und Integration setzen sich die beiden Dokumentarfilme SARGIS - DAS LEBEN IST SO EINE SACHE und THE FIRST GENERATION - ZWISCHEN ÖSTERREICH UND KAMBODSCHA auseinander. Stefan Langthaler dokumentiert in seinem feinfühligen Sportlerportrait den viele Jahre andauerenden “Kampf” von Sargis Martiroysan, endlich für Österreich im Gewichtheben offiziell antreten zu dürfen. Im Mittelpunkt der dokumentarischen Arbeit der Brüder Abraham und Kemara Pol stehen fünf Mitglieder der kambodschianischen Community und deren Schicksale in Österreich.

Mit “Introducing Sarkaut Mostefa” präsentiert CROSSING EUROPE die Arbeit eines jungen kurdisch-stämmigen Irakers, der seine neue Heimat nun in Österreich gefunden hat. Der Filmemacher Sarkaut Mostefa hat schon vor seiner Flucht Kurzfilme gedreht, dank des MORE-Studienprogramms der Kunstuniversität Linz kann er auch in Österreich künstlerisch tätig sein, drei seiner Arbeiten sind nun Teil des Festivalprogramms (REMOTE CONTROL, DU RU und XIRIS).
// Am 28. April findet im Anschluss an die Vorführung des Programms “The First Generation-Zwischen Österreich und Kambodscha” und “Introducing Sarkaut Mostefa” um 14.45 Uhr ein Get-Together mit FilmmacherInnen und Asylwerbenden statt. 

Erneut bei CROSSING EUROPE vertreten ist der aus Oberösterreich stammende und jetzt in Berlin lebende Regisseur Bernhard Sallmann, der letztes Jahr mit Oderland.Fontane den ersten Teil seiner Fontane-Tetralogie präsentierte und dafür mit dem LOCAL ARTIST Award asugezeichnet wurde. Nun kehrt er mit der Internationalen Premiere des zweiten Teils, RHINLAND. FONTANE, seines experimentellen Dokumentarfilmprojekts zurück. Erneut montiert er literarische Zitate mit unverfälschten, statischen Orts- und Landschaftsaufnahmen zusammen.

In ihrem ersten langen Dokumentarfilm KEIN HALBES LEBEN widmet sich Sybille Bauer eingehend dem Verhhältnis zwischen Mensch und Tier, genauer gesagt Mensch und Hund, sowie dessen Potential über Verluste hinwegtrösten zu können.
// KEIN HALBES LEBEN wird im Rahmen der Kooperation mit dem Programmkino Wels am 30. April um 20:15 Uhr und am 2. Mai um 18:15 Uhr nochmals aufgeführt. //

Bei den kurzen und mittellangen Arbeiten erwartet das Publikum eine vielfältige Werkschau mit zwei „gemischten“ Kurzfilmprogrammen, die sich durch eine Vielfalt an Genres, Tehmen und Stilen auszeichnen – vertreten sind u.a. frühere PreisträgerInnen wie Remo Rauscher, Leni Gruber und Maria Czernohorszky. Das Programm LOCAL ARTISTS – DOCUMENTARY versammelt neue Arbeiten u.a. von Violette Wakolbinger und Herwig Kerschner, Thomas Draschan, Reinhold Bidner und den Preisträgern Gerhard Treml und Leo Calice.
Im experimentellen Bereich darf sich das Publikum auf hochkarätiges Experimentalfilmschaffen freuen: Vertreten sind u.a. Altmeister Dietmar Brehm (29 PUNKTE PROGRAMM), Karin Fisslthaler (ALICE REMIXED), Siegfried A. Fruhauf mit PHANTOM RIDE PHANTOM sowie Conny Zenk und Tanja Brüggemann (REGLOS). Ein besonderes Highlight in diesem Zusammenhang verspricht das Screening ausgewählter LOCAL ARTISTS-Experimentalfilme im DEEP SPACE 8K im Ars Electronica Center (29. April, 15:00 Uhr) mit Wand- und Bodenprojektion zu werden – Körperkino im wahrsten Sinne des Wortes.

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