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Nachtsicht / Night Sight

Zum zehnten Mal kuratiert Filmjournalist und Festivalmacher Markus Keuschnigg die NACHTSICHT bei CROSSING EUROPE, auch heuer werden wieder fünf außergewöhnliche Spielfilme präsentiert – allesamt dem „Fantastischen Film“ zuzurechnen.

Als Motto stellt der Kurator dieses Jahr voran: „Es war einmal die Wirklichkeit…“

Das Nachtsicht-Programm serviert fünf Alternativen zu realistischen Zustandsbeschreibungen des Jetzts, herausragende und verhaltensauffällige europäische Produktionen, die sich auf jeweils eigene unverwechselbare Art den Verwerfungen und Zerwürfnissen der Gegenwart annähern: werdende Mütter, die spitze Klingen in Halsschlagadern versenken (Prevenge), Alkoholiker, die via Selbstzerstörung über sich selbst hinauswachsen (Ron Goossens, Low-Budget Stuntman), lesbische Terrorzellen, die sich von innen heraus selbst zersetzen (The Misandrists), Rationalisten, die von urgewaltiger Natürlichkeit überwuchert werden (Without Name), in die Enge Getriebene, die sich, anstatt zusammenzuhalten, gegenseitig sabotieren (El bar). Die ausgewählten Positionen fordern eine Haltung ein – zu sich selbst, zu den Mitmenschen, zur Welt um einen herum und das durchaus im moralischen, humanistischen Sinn.

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